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Wissenschaft

Ernennungen und Verantwortung: Ein Blick auf die Entwicklungen an der Universität Hanoi

Der Minister hat kürzlich die Ernennungsentscheidungen für die Universität Hanoi präsentiert. Diese Entscheidungen könnten weitreichende Folgen für die wissenschaftliche Landschaft haben.

Felix Wagner22. Juni 20263 Min. Lesezeit

In den frühen Morgenstunden eines regnerischen Dienstags versammelten sich die Verantwortlichen der Universität Hanoi im angestaubten Konferenzraum, der mit einem Überfluss an kunstvollen, allerdings etwas angestaubten, Wandbildern geschmückt war. Ein gewisser Hauch von Erwartung lag in der Luft, als der Minister für Bildung und Wissenschaft, Herr Nguyen, an diesem unauffälligen Ort seine Präsentation über die neuesten Ernennungsentscheidungen hielt. Man sagt, dass solche Entscheidungen oft weitreichende Folgen haben können, doch hier war die Stimmung eher gespannt. Vielleicht war es der Gedanke an die bürokratischen Hürden, die alle schon einmal mehr als genug erlebt hatten, oder die sehr realen Fragen nach dem Sinn von mehr Verantwortung in einem System, das bereits unter dem Gewicht der Tradition zu ächzen schien.

Der Minister erschien pünktlich, was in der politischen Landschaft als bemerkenswerter Erfolg gewertet werden könnte. Gekleidet in einen dunklen Anzug, wirkte er kaum so, als stünde er an der Spitze eines doch so oft als träge beschriebenen Apparates. Mit einem leichten Nicken ermutigte er die Anwesenden, sich zu setzen, während er sich an die Präsentation heranmachte.

Der Inhalt der Präsentation

Die Präsentation selbst war eine Mischung aus trockener Rhetorik und den notwendigen Statistiken, die die Ernennungen der letzten Monate illustrieren sollten. Ein Grafikdiagramm nach dem anderen blitzte über den Bildschirm, wobei es den Anschein hatte, als würde sich die Wichtigkeit der Informationen proportional zur Anzahl der Diagramme erhöhen. Wie bei solchen Gelegenheiten oft der Fall ist, wurde die Frage der Qualifikation der neuen Ernennungen mit einem gewissen Unbehagen behandelt. Die Anwesenden mussten sich anstrengen, nicht zu laut zu seufzen, als der Minister in eindringlichem Tonfall erklärte, wie wichtig die neuen Führungspersönlichkeiten seien, um die Universität in die neue Ära der Wissenschaft zu führen.

Die Zuhörer, in der Hauptsache Professoren und Dekane, schienen jedoch mehr an den alten Geschichten interessiert zu sein. Geschichten über frühere Ernennungen, die – gelinde gesagt – nicht die erhofften Ergebnisse gebracht hatten. Ein Professor für Sozialwissenschaften, der gelegentlich als der ewige Skeptiker bekannt war, murmelte leise, dass auch diese Ernennungen wahrscheinlich nicht mehr als ein weiteres „Hütchenspiel“ seien würden. Das Wort „Hütchenspiel“ hing in der Luft wie ein überreifes Obst, das jederzeit fallen könnte.

Mit jedem neuen Namen, der auf der Leinwand erschien, wurden die Blicke der Zuhörer nachdenklicher. Wer war dieser neue Dekan der Ingenieurwissenschaften? Ein bekannter Name, aber in akademischen Kreisen nicht unbedingt für seine Innovationsfreude bekannt. Ein weiteres Beispiel für die alteingesessene Tradition, so schien es. Die Besonderheiten der Ernennungen wurden durch das gängige Muster der Klickrhetorik unterbrochen. Der Minister sprach von „Verantwortung“ und „Leidenschaft“, als ob dies die Zauberworte wären, die alles ändern könnten. Für die anwesenden Professoren glich dies eher einem Scherz, als sie sich an ihre eigenen Erfahrungen erinnerten, in denen diese Begriffe oftmals menschenleer blieben, um nicht zu sagen, leerer als eine ausgetrocknete Tinte.

In einer kleinen, aber entscheidenden Wendung der Ereignisse wurde die Frage der Gleichstellung angesprochen. Ein Punkt, der in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus geriet. Der Minister versuchte, optimistisch zu klingen, als er über die neuen Ernennungen sprach und betonte, dass man mehr Diversity in der Führungsebene anstrebe. Dies wurde jedoch durch das zwinkernde Lächeln eines bestimmten Dekans, der in der Vergangenheit weniger als ein Vorreiter gewesen war, nicht gerade unterstützt.

Am Ende der Präsentation gab es ein zögerliches, fast schüchternes Applaus, das wohl eher aus Respekt vor der Position des Ministers als aus echtem Enthusiasmus entsprang. Die Anwesenden waren sich einig, dass sie nun wieder in ihre gewohnte Routine zurückkehren müssten. Das System würde weiterlaufen, wie es das immer getan hat, auch wenn die neuen Namen und Gesichter auf den Büroschildern stehen würden.

Ein letzter Blick zum Minister, der bereits mit seinem Berater in der hinteren Reihe diskutierte, ließ die Verantwortlichen der Universität alleine mit ihren Gedanken zurück, während sie an der Kaffeebar vorbeischlenderten. Man konnte sich des Gefühls nicht erwehren, dass die Dinge sich nur langsam ändern würden, falls sie sich überhaupt ändern würden. In einem Land, das unter dem Gewicht seiner Traditionen leidet, ist der Begriff „Erneuerung“ oft mehr eine Frage des Wartens als der Tat. Sie alle wussten, dass es bei der Wissenschaft nicht nur um neue Ernennungen, sondern auch um neuen Mut, die alten Strukturen herauszufordern, ging.

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